Sadist Orpheus.

Voll Sternengräbern
Beschwitzt das Volk
Von mir bis Dir
Eine Klage, die soll
So fragen wir
Das Taube spielen
Sich unter uns vielen
Näher wühlen

Sadist Orpheus.

Tritt weg, Eurydike.
Schwinde fort
In Schwebe und Schwefel
Dunst, der lieblügt
Uns benebelt.

Ein volles Herz
Bringt meine Leber zu Fall
Vergiftet mich von Innen
Mein Irrtum fällt vom Fleisch.

Tritt weg, Eurydike.
Schwinde fort
Du bist mein Nagelbett
Mein Regengott geworden
Und schläfst Dich aus
Dem verfehlten Morgen
Wo wir dachten, sie würden morden

Am Abend so geborgen
Das Licht zum Fleische sinkt
Zerfleischter winkt
Zerschnittene Wolke
Sinkt herab zum Volke
Eine Furcht spricht
Aus den Fingerkuppen
Züge und Gruppen
Sie sehen die Truppen

Tritt weg, Eurydike.
Schwinde fort.
Er hat auf mich gehört
Den Marsch umsonst gemacht.

Sadist Orpheus.

Ein Meister vom Himmel fiel
Zerteilte die Zeit
Ein Machtsaal, der
In sich selber ruht
Ein Land liegt entfreit
Ein Mond, der weißer bleibt
Weht über dem Schauspiel Zeitvertreib

Tritt weg, Eurydike
Schwinde fort
In den Hadesnebel
Hier riecht man Verrat.

Deine Stirn hebt Lasten auf
Deine Blutarmut streichelt
Uns in traumlosen Schlaf
Wiegt uns im Sternengrab
Wir wissen nichts
Vom eingeritzten Ortvermerk
Der Himmel glaubt
An unser Blendwerk.